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Die FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führt.
Ein bis zwei Wochen nach dem Biss einer infizierten Zecke tritt ein fiebriger Infekt auf, der von harmlosen grippalen Infekten kaum zu unterscheiden ist. Die Beschwerden klingen meist nach einer Woche wieder ab.
Bis zu drei Wochen nach dem Verschwinden der Beschwerden kann es zu einem zweiten Krankheitsschub kommen: hohes Fieber (über 40 °C), Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit. Folgen sind Lähmungen und Persönlichkeitsveränderungen; 2% der Betroffenen sterben an FSME.
Wie schütze ich mich?
Nur die Impfung bietet ausreichend Schutz.
Wer soll sich impfen lassen?
Die FSME ist in ganz Europa verbreitet, in Oberösterreich und der Steiermark ist das Risiko besonders hoch: Bei uns ist die Zecken-Gefahr größer, als sich in Indien mit Malaria zu infizieren.
Deswegen sollte sich jeder Österreicher ab dem Alter von einem Jahr regelmäßig impfen lassen!
Wie oft soll ich mich impfen lassen?
Die Grundimpfung besteht aus drei Teilen. Die erste Auffrischung findet nach drei Jahren statt. Anschließend sollen Sie alle fünf Jahre auffrischen lassen. Ältere Menschen (über 60) müssen sich alle drei Jahre impfen lassen.
Wenn sie länger nicht geimpft wurden, nehmen Sie Ihren Impfpass mit zum Arzt oder in die Apotheke und lassen Sie sich beraten!
Gibt es unerwünschte Wirkungen?
Die Zeckenimpfung gehört zu den am besten verträglichen Impfstoffen. Selten kann es zu Reaktionen an der Einstichstelle kommen (Rötung, Schwellung), manchmal auch zu Abgeschlagenheit und leichtem Fieber. FSME kann man von der Impfung nicht bekommen.
Die Produkte aller Hersteller sind quecksilberfrei.
Was kostet die Impfung?
Während der Aktionszeit (Jänner bis Juni) kostet der Impfstoff für Erwachsene 22,50 Euro und für Kinder 19,30 Euro. Die meisten Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten (zum Beispiel die OÖ. Gebietskrankenkasse 3,63 Euro.)
Das Impfhonorar legt Ihr Arzt fest.
Borreliose
Neben der FSME gibt es noch eine zweite Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird: die Borreliose.
Die Zeckenimpfung hilft NICHT gegen diese bakterielle Erkrankung - es gibt auch keine andere Impfung. Wenn sie früh genug erkannt wird, lässt sie sich aber mit Antibiotika gut behandeln.
Daher: Wenn Sie auf der Haut einen schmerzlosen roten Fleck entdecken, der sich langsam ausbreitet, suchen sie SOFORT einen Arzt auf! Wenn der Fleck wieder blasser wird, ist das kein Grund zur Beruhigung, die Krankheit schreitet im Körper weiter fort!
Wenn Sie sich nicht von einem Arzt untersuchen lassen, riskieren Sie Folgen wie Augen- und Herzschäden sowie bleibende Lähmungserscheinungen.
Quellen:
Wissenswertes zum Impfstoff auf www.zecken.at
Prof. Herwig Kollaritsch
Link:
Selbsthilfegruppe Zeckenopfer
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